Hausärztliche Leistungen

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Check-Up

Alle zwei Jahre steht gesetzlich krankenversicherten Patienten ab dem 35. Lebensjahr ein Check-Up zu. Zum Arzt gehen obwohl Sie sich gesund fühlen? Scheint zunächst befremdlich. Ein Check-Up kann aber, bei bestimmten familiären Erkrankungen, Risikofaktoren und einem gewissen Lebensstil auf mögliche Krankheiten, wie Gefäßverkalkungen, Diabetes oder Nierenerkrankungen hinweisen. Dadurch können notwendige medizinische Maßnahmen rechtzeitig eingeleitet und es kann frühzeitig mit einer Therapie begonnen werden. Der Check-Up beinhaltet ein ausführliches Gespräch, eine vollständige körperliche Untersuchung, eine Untersuchung des Urins und des Bluts, die Blutdruckmessung sowie eine abschließende ärztliche Beratung.

Vorteile für den Patienten:

  • unkomplizierte und wenig aufwendige Untersuchungen.
  • Überblick über den individuellen Gesundheitszustand.
  • Mögliche Risiken für Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes und Nierenerkrankungen können frühzeitig erkannt und notwendige Maßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden.

 

Darmkrebsvorsorge

Derzeit stellt Darmkrebs in Deutschland bei Männern die dritthäufigste und bei Frauen die zweithäufigste Tumorerkrankung dar. Die privaten und gesetzlichen Krankenversicherungen übernehmen ab dem 50. Lebensjahr die Darmkrebsvorsorgeuntersuchung. Dabei wird der Stuhl auf nicht sichtbares Blut getestet. Die Untersuchung wird im Alter von 50 bis 55 jährlich durchgeführt und von den Kassen erstattet. Seit Oktober 2016 gibt es ein neues Testverfahren zur Darmkrebsfrüherkennung: den immunologischen Test (iFOBT). Dieser Test deckt nicht sichtbares Blut im Stuhl effektiver auf als der herkömmliche Test und soll ab April 2017 den ursprünglichen Hämoccult-Test ablösen.

Hochwertige wissenschaftliche Studien haben gezeigt: Wird der Test regelmäßig wiederholt, dann sinkt auf lange Sicht die Wahrscheinlichkeit, an Darmkrebs zu sterben.

Disease-Management-Programme (DMP)

Unsere Arztpraxis ist qualifiziert und bietet gemeinsam mit den Krankenkassen „Chronikerprogramme“, sogenannte Disease-Management-Programme für chronisch erkrankte Patienten an. Zu den Erkrankungen zählen Asthma, die Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), Diabetes mellitus sowie die Koronare Herzkrankheit (KHK). Betroffene Patienten werden in regelmäßigen Abständen (alle 3 bis 6 Monate) in unsere Praxis zur Verlaufskontrolle einbestellt und profitieren in folgenden Punkten:

  • Verringerung von Beschwerden, die mit der Erkrankung einhergehen
  • Vermeidung von Komplikationen und Folgeschäden
  • Unterstützung des Patienten beim Umgang mit der Erkrankung
  • Verbesserung der Lebensqualität

Ziel ist die Verbesserung der Zusammenarbeit mit Therapeuten, Fachärzten und Fachkliniken. Dadurch sollen die Behandlungsschritte für den Betroffenen bestmöglich aufeinander abgestimmt und unnötige Doppeluntersuchungen vermieden werden.

Geriatrisches Basisassessment

Das geriatrische Basisassessment umfasst standardisierte und dokumentierte Testverfahren, mithilfe derer unsere Ärzte das körperliche, seelische und soziale Befinden des betagten Patienten einschätzen können. Hierbei werden unter anderem die Selbstversorgungsfähigkeiten, die Mobilität und die Sturzgefahr erfasst. Besonders beim Verdacht auf eine Demenz oder Depression können mithilfe des geriatrischen Basisassessments eine notwendige Therapie und eine neurologische/psychiatrische Behandlung frühzeitig eingeleitet werden. Aber auch die frühzeitige Erkennung von Fähigkeitsstörungen ermöglicht dem Patienten durch rechtzeitige therapeutische Maßnahmen ein selbstbestimmtes Leben in der gewohnten Umgebung.

 

Hausarztzentrierte Versorgung

Unsere Praxis nimmt an Hausärzte-Strukturverträgen teil. Damit können wir unseren Patienten eine umfassende, abgestimmte, engmaschige und kontinuierliche Betreuung anbieten. Unsere Hausärzte sind – im Sinne der hausarztzentrierten Versorgung – die ersten Ansprechpartner für medizinische Fragen und die medizinische Versorgung unserer Patienten. Unsere Patienten profitieren von einer verbesserten Kooperation mit anderen Fachdisziplinen und Therapeuten, einer koordinierten Behandlungsstrategie und einer patientenorientierten medizinischen Betreuung.

Hausbesuche

Nach der Sprechstunde, meistens von 15.00 bis 19.00 Uhr, führen unsere Ärzte Hausbesuche durch. Das Gebiet erstreckt sich über Teile der nordrheinwestfälischen bis zur rheinlandpfälzischen Eifel. In Notfällen verlassen unsere Ärzte die Praxis auch während der Sprechstunde, um Patienten in akuten Situationen zuhause zu versorgen. In diesen Fällen kann es zu längeren Wartezeiten kommen – wir bitten um Ihr Verständnis.

Die ausgebildeten Nicht-ärztlichen Praxisassistentinnen (NäPa) übernehmen am Vormittag ebenfalls Hausbesuche und führen bei unseren Patienten unter anderem Blutdruckkontrollen, Verbandswechsel und Blutabnahmen durch.

Neben den häuslichen Besuchen, betreuen unsere Ärzte auch Bewohner der Seniorenheime und Pflegeheime in der Umgebung sowie im Hospiz „Stella Maris“ in Mechernich.

Hautkrebsvorsorge

Hautkrebs zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Besonders gefährlich ist das sogenannte maligne Melanom, da es besonders schnell wächst und früh in andere Organe streut.

Wird Hautkrebs frühzeitig erkannt, sind die Heilungschancen sehr gut.

Alle zwei Jahre steht gesetzlich krankenversicherten Patienten ab dem 35. Lebensjahr ein Hautkrebsscreening zu. Einige Krankenkassen übernehmen die Kosten der Hautkrebsvorsorge auch früher – sprechen Sie Ihre Krankenkasse an. Zur Hautkrebsvorsorge gehören ein ausführliches Gespräch, eine sorgfältige Ganzkörperuntersuchung inklusive Kopfhaut und Nägel sowie eine abschließende ärztliche Beratung.

Hyposensibilisierung

Die Hyposensibilisierung wird zur Behandlung von Allergien angewendet. Dabei wir dem Patienten entsprechend seiner Allergie das relevante Allergen – Pollen, Hausstaubmilben, Wespen- oder Bienengift – ins Oberarmfettgewebe gespritzt. Die Hyposensibilisierung wird ausschließlich durch einen Arzt durchgeführt, um allergische Zwischenfälle zu erkennen und bei Auftreten von Beschwerden zu reagieren. Nach der Behandlung steht der Patient ca. 30 Minuten unter Beobachtung des Praxispersonals.

Die Dosis des Allergens wird im Verlauf nach einem vorgegebenen Schema langsam gesteigert. Der Behandlungszeitraum erstreckt sich über zwei bis drei Jahre. Wichtig ist, dass die Termine eingehalten werden, da ein längerfristiges Aussetzen der Hyposensibilisierung keinen Behandlungserfolg verspricht. Außerdem sollten die regelmäßige Medikamenteneinnahme und Vorerkrankungen bzw. Beschwerden vorher mit dem Arzt abgesprochen werden.

Mögliche Nebenwirkungen und Komplikationen der Behandlung sind Juckreiz, Rötung und Schwellung, Kreislaufbeschwerden, Atembeschwerden und lokale Unverträglichkeit/Allergie

Impfungen

Impfungen sind wirksame Vorbeugemaßnahmen und können vor Infektionskrankheiten und ihren schwerwiegenden Folgen schützen.

Im Jugendlichen- und Erwachsenenalter sind häufig Auffrischimpfungen (z.B. Tetanus, Diphtherie, Hepatitis B) nötig, um den Impfschutz langfristig zu erhalten. Oftmals nimmt mit zunehmendem Alter die Leistungsstärke des Immunsystems ab. Ältere Patienten sind daher besonders anfällig für Infektionskrankheiten und sollten auf ausreichend Impfschutz (z.B. Influenza, Pneumokokken) achten.

Zeigen Sie uns Ihren Impfausweis, wir beraten Sie zu nötigen Auffrischimpfungen und informieren Sie – gemäß den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) – über notwenige Impfungen.

Lungenfunktionstest

Lungenfunktionstests prüfen, wie leistungsfähig die Lunge ist. Zudem hilft der Lungenfunktionstests den Verlauf einer chronischen Lungenkrankheit, wie Asthma oder chronisch obstruktive Lungenkrankheit, zu beurteilen.

Die Lungenfunktion wird überprüft bei Atemnot, hartnäckigem Husten, Auswurf oder ungewöhnlichen Atemgeräuschen. Außerdem gibt der Test unter anderem Aufschluss bei Verdacht auf Asthma, chronisch obstruktiver Lungenerkrankung oder Vernarbung des Lungengewebes. Darüber hinaus führen wir Lungenfunktionstests bei Betriebs- und Eignungsuntersuchungen oder sportmedizinischen Untersuchungen durch.

Palliativversorgung

„Palliativversorgung ist ein Ansatz, der die Lebensqualität von Patienten und deren Familien verbessert, die mit den Problemen im Zusammenhang einer lebensbedrohenden Erkrankung konfrontiert sind, dies mittels Prävention und Linderung von Leiden durch frühzeitiges Erkennen und umfassende Erfassung sowie durch die Behandlung von Schmerz und anderen Problemen auf körperlichen, psychosozialen und spirituellen Ebenen.“ (WHO)

 

Gemeinsam mit dem schwerstkranken Patienten und seinen Nahestehenden verfolgen unsere ausgebildeten Palliativmediziner das Ziel, die Symptome und Beschwerden des Patienten zu lindern und seine Lebensqualität im Rahmen des Möglichen zu verbessern. Außerdem kooperieren wir mit Pflegediensten, Onkologen und weiteren Fachdisziplinen.

Wir handeln nach dem Ansatz, dass jeder Mensch das Recht hat, sein Lebensende in Würde zu bestreiten. In diesem Sinne erstellen wir nach sorgfältiger Absprache mit den Betroffenen, ihren Angehörigen und den nötigen Pflegediensten ein Betreuungskonzept, welches eine Pflege im häuslichen Umfeld ermöglicht. Dies bedarf einer sorgfältigen Planung und hängt von verfügbaren örtlichen sowie zeitlichen Ressourcen ab.

Unter bestimmten Umständen ist eine Betreuung im Hospiz oder Pflegeheim die sinnvollere Alternative. Wir beraten Sie umfassend und arbeiten mit Ihnen ein individuelles Betreuungs- und Behandlungskonzept aus.

Psychosomatische Grundversorgung

Wir behandeln unsere Patienten nach einem ganzheitlichen Ansatz von Gesundheit. Seelische Beschwerden können mit körperlichen Symptomen einhergehen, ebenso kann psychisches Unwohlsein auf eine körperliche Funktionsstörung hinweisen. Gesundheit ist immer ein Zusammenspiel von psychischem und körperlichem Wohlbefinden. Aus diesem Grund sind unsere Ärzte darin geschult, körperliche und seelische Zusammenhänge bei zahlreichen Krankheitsprozessen zu erkennen. Mithilfe gezielter Gesprächstechniken können die Ursachen für die Beschwerden eingegrenzt werden und entsprechende therapeutische Maßnahmen eingeleitet werden.

Spezielle Wundversorgung

Anspruchsvolle, komplizierte und sensible Wunden werden in unserer Praxis durch unsere fachlich ausgebildete Wundtherapeutin versorgt. Über die lokale Wundebetreuung hinaus überprüft unsere Wundtherapeutin auch die gesundheitlichen Rahmenbedingungen. So achtet sie auch auf Faktoren, welche die Wundheilung beeinflussen können, wie z.B. Durchblutungsstörungen, Blutzuckereinstellung. Zu diesem Zweck führt sie ein ausführliches Gespräch mit dem Patienten und steht in regelmäßigem Austausch mit Fachärzten, dem behandelnden Hausarzt, Physiotherapeuten und Pflegediensten. Bei Bedarf leitet sie nötige Maßnahmen ein, um eine bestmögliche Wundheilung zu gewährleisten.

Neben der Wundversorgung berät und leitet unsere Wundtherapeutin den Patienten und seine Angehörigen an. Dies umfasst unter anderem die Beratung zur Pflege und Ernährung und zum allgemeinen Lebensstil.

Unsere Wundtherapeutin wählt die Wundauflagen entsprechend der Wundebeschaffenheit und der Wundheilungsphase aus. Dabei misst sie die Wunde fachgerecht aus und dokumentiert den Heilungsverlauf fotografisch und schriftlich. Die Wundheilung lässt sich in 3 Phasen unterteilen: Die Wundreinigungsphase (Exsudation), Granulationsphase (Neubildung des Gewebes) und die Epithelisierungsphase (Regeneration). Für jede dieser Phasen existieren heutzutage unterstützende Materialien zur Wundversorgung. Die modernen, hydroaktiven Produkte sorgen in der jeweiligen Phase lokal für das ideale Klima der Wunde.

Die Verlaufskontrollen führt unsere Wundtherapeutin entweder in der Praxis oder – bei bewegungseingeschränkten Patienten – auch im häuslichen Umfeld durch. Das Ziel ist die Versorgung der Wunden bis zum Wundverschluss, so dass der Patient ein schmerzfreies und eigenständiges Leben führen kann.

Ultraschall der Bauchorgane und der Schilddrüse

Bei Beschwerden, Vorsorgeuntersuchungen und Verlaufskontrollen im Bauchraum oder der Schilddrüse wenden wir moderne Ultraschallgeräte zur Abklärung und Diagnostik an.

Während des Bauchultraschalls können insbesondere die Oberbauchorgane hinsichtlich Form und Lage beurteilt werden. Entzündliche Veränderungen, Fehlbildungen und bösartige Neubildungen können bildlich erfasst und beurteilt werden. Außerdem können krankhaft vergrößerte Lymphknoten als Anzeichen für andere Erkrankungen erkannt werden. Folgende Bauchorgane können durch eine Ultraschalluntersuchung beurteilt werden: Leber, Gallenblase, Nieren, Milz, Bauchspeicheldrüse und Harnblase.

 

Beim Ultraschall der Schilddrüse werden beide Schilddrüsenlappen bildlich dargestellt. Dadurch lassen sich Knoten, Veränderungen des Schilddrüsenvolumens und Fehlbildungen entdecken.